Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) trat am 25. Mai 2018 in Kraft – darin enthalten: umfassendere datenschutzrechtliche Definitionen, erweiterte Haftung, verschärfte Sanktionen u.v.m. Für Unternehmen und Freelancer stellte sich die wichtige Frage: DSGVO – was müssen Unternehmen tun? Und das Thema DSGVO für Unternehmen bleibt aktuell! Denn noch immer gibt es in der Auslegung und Umsetzung Unsicherheiten und Unklarheiten.

So zeigt eine Statista-Umfrage von 2019: Die DSGVO ist bekannt, wird aber oftmals nicht vollständig verstanden.

37 % bekannt und verstanden
42 % bekannt, aber nicht vollständig verstanden

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Änderungen, eine Zwischenbilanz und Tipps:

Wichtige Änderungen durch die DSGVO – eine (kurz gehaltene) Auswahl

  • Datenschutz-Grundverordnung DSGVO in UnternehmenUmfassendere Definitionen– wie zum EU-weiten Geltungsbereich, zu personenbezogenen Daten, Datenschutzgrundsätzen u.v.m.
  • Erweiterte Haftung– Bußgelder bis zu 4 % des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens möglich, Mitverantwortlichkeit von Auftragsverarbeitern u.v.m.
  • Weitreichendere Betroffenenrechte– wie das Recht auf Auskunft, Datenportabilität, Löschung u.v.m.

Die regulatorischen Veränderungen und der damit verbundene Druck haben offensichtlich dazu beigetragen, dass viele Unternehmen verstärkt Datenschutz-Maßnahmen umgesetzt haben. Dies zeigt der Hiscox Cyber Readiness Report 2019: Demnach haben bei 84 % der befragten europäischen Unternehmen regulatorische Maßnahmen – explizit genannt die DSGVO – zu Investitionen geführt. Die deutschen Unternehmen haben in der Befragung insbesondere folgende Änderungen angegeben:

Eine DSGVO-Zwischenbilanz: Bußgelder, Meldungen, Beschwerden und Co.

  • 187 Bußgelder wurden im Jahr 2019 auf Basis der DSGVO in Deutschland verhängt – seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung sind es insgesamt 225.
  • Das höchste Bußgeld in Höhe von 14,5 Millionen Euro wurde von der Berliner Datenschutzbeauftragten gegen die Immobilienfirma Deutsche Wohnen erlassen. Das Unternehmen hatte personenbezogene Mieter-Daten in einem Archivsystem gespeichert, in dem nicht mehr erforderliche Daten nicht gelöscht werden konnten.
  • Mit knapp zehn Millionen Euro das zweithöchste Bußgeld wurde das Unternehmen 1&1 Drillisch gemaßregelt.
  • Über 21.000 Meldungen gab es wegen Datenvorfällen von Unternehmen seit DSGVO-Einführung. Hier liegt Bayern 2019 mit rund 5000 gemeldeten Pannen an der Spitze aller Bundesländer.

Mehr Informationen und Zahlen aus der Umfrage 2020 können Sie im Handelsblatt-Artikel Zahl der Datenschutz-Verstöße drastisch gestiegen nachlesen.

DSGVO-Tipps für Unternehmen und Freelancer – eine Auswahl

Auch wenn die Datenschutz-Grundverordnung von 2018 schon fast zwei Jahre alt ist und laut einer Hiscox Umfrage zu DSGVO-Sorgen viele denken, dass das Thema DSGVO „heißer gekocht als gegessen wird“ – es gibt viele Fallstricke. Finanzielle Schäden und Bußgelder können für Ihr Business gravierende Folgen haben:

Ob Marketing-Agentur, IT-Freelancer oder Onlineshop-Betreiber – in Ihrem Business-Alltag arbeiten Sie mit personenbezogenen Daten. So hat Ihre Arbeit auch spezielle Risiken: zum Beispiel, dass eine Datenpanne oder Datenrechtsverletzung passiert. Legen Sie deshalb besondere Priorität darauf, sorgsam und Richtlinien-konform mit Unternehmens- und Kundendaten umzugehen.

Wir haben für Sie wichtige DSGVO-Änderungen und unverzichtbare Basics zur Vorbereitung auf Datenschutz-Vorfälle in unserem zwei-seitigem Hiscox DSGVO-Factsheet zusammengefasst!

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Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen kann es zu Cyber-Angriffen und Datenspionage kommen, die die Existenz Ihres Business bedrohen: Zum Beispiel, wenn sich ein Hacker sich Zugang zu Ihren Systemen verschafft und die Daten Ihrer Kunden missbraucht.

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Business Blog Autorin Claudia Schneider, Hiscox

Autorin: Claudia von Pawel

arbeitet als Underwriting Manager Small Business bei Hiscox und leitet das Projekt der Hiscox Business Academy.