Auf der Hamburger Spätschicht am 10. September haben wir die Ergebnisse des „Hiscox DNA of an Entrepreneur Report 2015″ vorgestellt und im Rahmen einer Paneldiskussion genauer beleuchtet. Ein Teil der Studie beschäftigt sich mit der Frage nach den wichtigsten Eigenschaften eines Entrepreneurs. Unsere Diskutanten Christian Miele (e.ventures), Sina Gritzuhn (Hamburg Startups) und Christian Häfner (Fastbill) kommentierten die Ergebnisse und steuerten ihre eigenen Erfahrungswerte bei.

Das wichtigste Attribut von Gründern ist die Fähigkeit, hart zu arbeiten (66 Prozent). Die Umfrage ergab, dass eine 42-Stunden-Woche für die meisten Gründer Normalität ist, und für 18 Prozent sogar eine 60-Stunden-Woche. Von Burnout, Überforderung oder Negativität ist laut unserer Panelisten trotzdem keine Rede: „In der Startup-Szene sind nur optimistische Leute unterwegs. Sie verzichten auf hohe Gehälter und arbeiten sich die Finger wund. Sie glauben an ihre Idee, sonst würden sie die Herausforderungen nicht in Kauf nehmen,“ so Christian Miele.

Christian Häfner pflichtete bei, dass bei ihm zu jeder Zeit der Spaß überwiege: „Es ist besser, etwas zu machen, was Spaß macht, um eine gesunde Einstellung zur Arbeit zu entwickeln“; auch wenn er hin und wieder beim Abendessen mit der Familie sein Handy herausholt, um eine E-Mail zu beantworten. An sonnigen Tage verlässt Häfner das Büro auch gerne mal um 14 Uhr, wohingegen er an anderen Tagen bis zwei Uhr nachts arbeitet. Quintessenz seiner Erzählungen ist eindeutig, dass „die Arbeit Freude bereitet“, so dass er oft nicht merkt, wie spät es ist. Demnach ist „hartes Arbeiten“ bei den Gründern nicht negativ behaftet.

 

Neben der Fähigkeit, hart zu arbeiten ist vor allem auch Entschlossenheit enorm wichtig: Laut Studie ist es sogar mit 63 Prozent die zweit-wichtigste Eigenschaft von Gründern.

Bei aller Entschlossenheit bestätigte Christian Häfner dennoch, dass auch Reflektion und ein gesundes Maß an Selbstkritik wichtig sind: „Ich stelle mir immer wieder und jederzeit die Frage, ob das, was ich mache, unternehmerisch das Richtige ist. Ohne diesen gesunden Zweifel an der eigenen Arbeit würde ich auch garantiert früher oder später ‚gegen die Wand laufen’“.

Laut Sina Gritzuhn geht der Trend in Deutschland – trotz eines stagnierenden Optimismus Indexes bei KMUs – hin zum Gründen, und die Leistungsbereitschaft und Motivation der deutschen Entrepreneurs seien weiterhin ungebrochen: „Sie glauben an ihre Arbeit, ihr Produkt, oder dass sie ein Problem lösen können“. Laut Studie ist auch die Fähigkeit, zu netzwerken enorm wichtig für Gründer (41 Prozent), sowie Intelligenz, Erfahrung, und Geduld (jeweils 39 Prozent).

Fazit von Christian Häfner: „Gründer wissen, dass sie mit harter Arbeit [66 Prozent], Entschlossenheit [63 Prozent], Kreativität [49 Prozent] und Unabhängigkeit [43 Prozent] viel erreichen können.“ Und für Risiken, die die Selbstständigkeit mit sich bringt, bieten wir individuelle und maßgeschneiderte Berufshaftpflichtversicherungen.